Anschauliches, lebendiges und detailliertes Bild des evangelischen Theologen und Nazi-Gegners.

Aus Tagebucheinträgen, Briefen, Notizen und Fotos - verbunden durch romanhaft erzählte biografische Fakten - gestaltet der Theologe Charles Marsh ein anschauliches, lebendiges und detailliertes Bild des evangelischen Theologen und Nazi-Gegners Dietrich Bonhoeffer, der kurz vor Kriegsende im KZ Flossenbürg hingerichtet wurde. Im Gegensatz zu der meist üblichen Sichtweise, die Bonhoeffer auf den aufrechten, heldenhaften Widerstandskämpfer reduziert, zeichnet der Autor das Porträt eines suchenden, zweifelnden, verletzlichen Menschen, ohne jedoch seine Bedeutung zu schmälern. Aufgewachsen in einer gebildeten großbürgerlichen Familie, hochbegabt, früh vom Theologenberuf fasziniert, verwöhnt von den Eltern und Erfolgen, verharrt er nicht in festgefügten Glaubens- und Berufsmustern seiner Kirche, sondern entscheidet sich - beeinflusst durch seine Amerika- und Englandaufenthalte (praktische Theologie) sowie durch die Haltung der evangelischen Kirche zum NS-Staat (Deutsche Christen) zur engagierten, aber oft missverstandenen Arbeit in der "Bekennenden Kirche". Offen beschreibt Marsh Bonhoeffers Widersprüchlichkeit, seine Zweifel an der Richtigkeit seines Weges, seine Suche nach theologischer Verortung und seine Sehnsucht nach menschlicher Nähe. Durch seine regimefeindliche Haltung, v.a. durch seine ab 1941 geheimen, von der Abwehr gedeckten Reisen wurde er "in eine verräterische Verschwörung hineingezogen", wo "er eher am Rand als im Zentrum agierte", die seine Ermordung nach sich zog.

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